Mu­sik und De­menz

Nach den SAH­RA Pfle­ge­kenn­zah­len, Stand 29.01.2025, le­ben in Bran­den­burg der­zeit 59.755 Men­schen mit De­menz. 60% von Ih­nen wer­den von der Fa­mi­lie, An­ge­hö­ri­gen und Be­kann­ten un­ter­stüt­zt. Sie ge­hen wei­ter­hin viel­leicht zum Chor­sin­gen, zum Mu­sik­un­ter­richt oder zum Sport. Das Ge­fühl so­zial ein­ge­bun­den zu sein, selbst zu be­stim­men und Teil­ha­be zu er­fah­ren, ist wich­tig für ein Le­ben mit De­menz.

Wir or­ga­ni­sie­ren Fort­bil­dun­gen, Pro­jek­te oder Fach­ta­ge für Pfle­ge­per­so­nal, mu­sik­in­ter­es­sier­te pfle­gen­de An­ge­hö­ri­ge und Mu­si­ker:in­nen. Wir möch­ten nach­hal­tig Wis­sen in die ver­schie­de­nen Ziel­grup­pen tra­gen und zei­gen, wie man sich prak­tisch dem The­ma nä­hert.

Eine in der Pla­nung ste­hen­de Work­s­hop-Wo­che lädt dazu ein, Mu­sik­päd­ago­gik aus ei­ner neu­en Per­spek­ti­ve zu er­le­ben. Im Zen­trum steht das Mu­si­zie­ren mit Men­schen mit De­menz und ih­ren An­ge­hö­ri­gen – ein sen­si­bler und zu­gleich in­spi­rie­ren­der Zu­gang zur Mu­sik. Die Fort­bil­dungs­wo­che wird von Fach­per­so­nen aus un­ter­schied­li­chen mu­si­ka­li­schen und me­di­zi­ni­schen Be­rei­chen ge­stal­tet und be­glei­tet. Ziel ist es, viel­fäl­ti­ge Im­pul­se zu set­zen und neue Wege des mu­si­ka­li­schen Ar­bei­tens im Kon­text von De­menz zu er­öff­nen – pra­xis­nah, in­ter­dis­zi­pli­när und mit viel Raum für Aus­tausch und krea­ti­ve Ent­fal­tung.

MU­SIK SCHU­LUNG

IDE­EN GE­WIN­NEN - WIR­KUNG ENT­FAL­TEN - PRO­JEK­TE ENT­WI­CKELN

23. - 24.10.2026

Hoff­bau­er Ta­gungs­haus
Her­manns­wer­der 23, 14473 Pots­dam

Mu­sik ver­bin­det. Er­in­ne­run­gen blei­ben. Für alle, die Mu­sik lie­ben und Men­schen ver­bin­den.

In der kom­men­den Mu­sik­schu­lung kön­nen In­ter­es­sier­te Mu­sik­schaf­fen­de kon­kre­te Pro­jekt­ide­en ent­wi­ckeln und de­ren Um­set­zu­ng be­glei­ten. Mit der Wir­kung von Mu­sik kön­nen Mu­sik­schaf­fen­de zu ei­nem guten Le­ben mit De­menz bei­tra­gen und Men­schen mit De­menz mu­si­ka­li­sche Teil­ha­be er­mög­li­chen.

Die kom­men­de Mu­sik­schu­lung ist in drei Mo­du­le auf­ge­teilt: 

MO­DUL 1: GRUND­LA­GEN DE­MENZ

• Ba­sis­wis­sen zum The­ma De­menz
• Mög­lich­kei­ten eines guten Um­gan­gs
• Ge­lin­gen­de Kom­mu­ni­ka­ti­on mit Men­schen mit De­menz

MO­DUL 2: MU­SIK UND DE­MENZ

• Be­deu­tung von Mu­sik für Men­schen mit De­menz
• Un­ter­schied­li­che For­men des Mu­si­zie­rens
• Vor­stel­lung be­stehen­der Pro­jek­te aus Bran­den­burg

MO­DUL 3: ZU­KUNFTS­WERK­STA­TT

• „Was kön­nen Sie dazu bei­tra­gen Mu­sik in den All­tag von Men­schen mit De­menz zu brin­gen?“
• Ent­wick­lung kon­kre­ter Pro­jekt­ide­en
• Klä­rung von Um­set­zungs­mög­lich­kei­ten

Hin­wei­se: Bit­te be­ach­ten Sie, dass die Kos­ten für das Mit­tag­es­sen am Samstag selbst ge­tra­gen wer­den. Soll­ten Sie eine Über­nach­tung be­nö­ti­gen, bit­ten wir Sie, die­se ei­gen­stän­dig zu or­ga­ni­sie­ren und zu bu­chen.

Die Schu­lung wird in Ko­ope­ra­ti­on mit dem Kom­pe­tenz­zen­trum De­menz und dem bran­den­bur­gi­schen Chor­ver­band durch­ge­führt. 

Jet­zt an­mel­den

Das Kom­pe­tenz­zen­trum De­menz für das Land Bran­den­burg hat im Rah­men des Pakts für Pfle­ge den Auf­trag, die Le­bens­si­tua­ti­on von Men­schen mit De­menz und de­ren An­ge­hö­ri­gen im Land Bran­den­burg zu ver­bes­sern. Sie möch­ten, dass Men­schen mit De­menz und ihre Fa­mi­li­en gut in ih­rem ver­trau­ten und ge­wohn­ten Um­feld le­ben kön­nen. Sie sind An­sprech­part­ner für Ver­ant­wort­li­che in Kom­mu­nen und Land­krei­sen, in am­bu­lan­ten, sta­tio­nä­ren oder teil­sta­tio­nä­ren Ein­rich­tun­gen.

Bran­den­bur­gi­scher Chor­ver­band: Sin­gen macht glück­lich – Beim Sin­gen wer­den kör­per­ei­ge­ne Glücks­hor­mo­ne aus­ge­schüt­tet. En­dor­phin, Se­ro­to­nin, Do­pa­min und Ad­re­na­lin wer­den frei­ge­set­zt und ver­bes­sert da­mit un­se­ren Ge­fühls­zu­stand. Sin­gen ist le­bens­ver­län­gernd - For­scher un­ter­such­ten rund 12 000 Men­schen al­ler Al­ters­grup­pen und stell­ten fest, dass Mit­glie­der von Chö­ren und Ge­sangs­grup­pen eine si­gni­fi­kant hö­he­re Le­bens­er­war­tung ha­ben als Men­schen, die nicht sin­gen.

An­sprech­part­ne­rin