Landesmusikrat Brandenburg fordert einen Etat für Kulturelle Bildung

19.10.2012 14:01 von Ute Wonneberger

Der Landesmusikrat Brandenburg verlangt vom Landtag und der brandenburgischen Landesregierung, im Haushalt einen festen Etat für den Bereich der kulturellen Bildung zu schaffen.
Wie die Generalsekretärin Konstanze Sander nach der jährlichen Mitgliederversammlung, die am 18. Oktober 2012 in Potsdam stattfand,  mitteilte, erwartet der Musikrat, dass die politischen Ankündigungen in der „Kulturpolitischen Strategie 2012“, nämlich die kulturelle Bildung als eine zentrale Aufgabe zu begreifen, nun auch finanziell unterfüttert werden. 
Sander wörtlich: „Das politische Ziel ist richtig, der Landesmusikrat unterstützt dieses. Wir brauchen mehr kulturelle und musikalische Bildung, vor allem auch für junge Menschen, jetzt sind das Parlament und die Landesregierung gefordert, die finanziellen Bedingungen zu schaffen, damit dieses Ziel erreicht wird. Dazu gehört auch, dass die Musikschullehrerausbildung an der Hochschule Lausitz im Zuge neuer struktureller Überlegungen nicht reduziert werden darf.“
In diesem Zusammenhang fordert der Landesmusikrat die Weiterentwicklung des musikpädagogischen Bachelorstudienganges in Cottbus. Dadurch wird die Ausbildung für Musikschullehrer aufgewertet und kommt unmittelbar den jungen Menschen zugute.
In einem Bundesland ohne Musikhochschule sind die Institutionen, an denen Musiker ausgebildet werden, auf einen guten Standort und auf angemessene Studienbedingungen besonders angewiesen. Der Landesmusikrat fordert daher: Der attraktive und erfolgreiche Studiengang Instrumental- und Gesangspädagogik in Cottbus muss bei einer Neugliederung des Hochschulwesens in der Lausitz institutionell gestärkt am Standort Cottbus verbleiben.


Ferner beschloss der Landesmusikrat, seinen vor einigen Jahren entwickelten Landesmusikplan Brandenburg im kommenden Jahr zu überarbeiten und fortzuschreiben. 

Zu den Projekten des Landesmusikrates Brandenburg gehören 2013 u.a. auch der Landeschorwettbewerb,  „Jugend komponiert“, das Landesjugendbigbandtreffen und die Weiterentwicklung der Musikakademie Rheinsberg als Bundes- und Landesakademie, in der der Landesmusikrat den Aufsichtsratsvorsitzenden stellt und Herrn Dr. Dr. Vette ausdrücklich für seine bisherige Arbeit dankt und ihm weiterhin das Vertrauen entgegenbringt.

 

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